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Südafrika San - Rund um die Kultur und das Kunsthandwerk in Südafrika

Südafrika San - Die SAN-KULTUR in Südafrika

1980 stürmte der Film ' Die Götter müssen verrückt sein die Kinoeinwände. Bis zu diesem Zeitpunkt war über die Lebensgewohnheiten der San-Völker wenig bekannt.

Zumindest nicht außerhalb der Landesgrenzen von Südafrika. Mit dem Kinohit gelangen die San und deren Bekanntheitsgrad auch weiter in das Bewusstsein der Europäer vor.

 
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Südafrika San
Südafrika San

Bereits seit 40 000 Jahren wohnen die San auf dem afrikanischen Kontinent. Dabei sind bis heute ca. 60 000 Felsmalereien und Kunstwerke von ihnen zu finden. Vor allen in den Regionen der Drakensberge und über die Landesgrenzen hinaus bis nach Namibia, Lesotho und Zimbabwe finden sich diese Urschätze wieder. 2000 Felsmalereien wurde der Drakensberg-Park von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Das Zusammenleben der San mit den Menschen in Südafrika:

Auch die San-Völker gehörten zu den Jägern und Sammlern. Dies spiegelte sich auch in ihren Malereien wieder. So sind dort genaue Verhaltensweisen der Antilopenarten (vorallem dem Eland) zu verfolgen. Aber auch Zeichnungen ihrer Mitmenschen weisen auf das frühere Leben hin. Sie wurden entweder nackt, oder in schmückender Kleidung gezeichnet. Der einzigste Unterschied ist darin zu erkennen, dass Tiere mehr in ihrer natürlichen Form gezeichnet wurden, wohingegen Menschen stilisiert wurden. Verschiedenen Anlässe wurden so verewigt. Seien es festliche Ereignisse oder tägliche Aufgaben, wie das Jagen und Sammeln. Dabei sind die Darstellungen nur in ganz seltenen Fällem größer als 30 cm. Es sind heute einzig und alleine zwei Fälle bekannt, in denen Menschen in einer Lebensechten Größe dargestellt wurden. Leider sind viele Zeichnugen nicht mehr sehr gut erhalten, da die Malfarben aus mineralreichen Erdstoffen bestehen, welche nach und nach verblassen. Hier ist auch die herkömmliche Radiokarbonmethode wenig hilfreich. Deshalb wurde eine Beschusstechnik mit Atomartikeln eingesetzt.  In der Kapregion wurden so Malereien aus dem 19 Jhr. nachgewiesen. In Namibia wurden Wissenschaftler jedoch nur von Malereien fündig, die von vor 28 000 Jahren stammen.

Eine bildliche Darstellung (soweit die Witterungsverhältnisse noch Aufschlussmöglichkeiten zulassen) zeigt z.B. einen Beutel eines San-Einheimischen. Gefüllt mit zehn unterschiedlichen Farben, welche sich aus Pflanzen-, Kalk- und Metallstoffen sowie Blut von Tieren zusammensetzen. Leider fallen solche Schätze auch immer wieder unvernünftigigen Besuchern zum Opfer.

Die Schamanenkunst

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Malereien an den Felswänden von Medizinmännern, oder auch von Frauen angefertigt wurden. Charakteristisch war ein Schamanentanz, welcher bis in ein Trancestadium ausgeführt wurde und Halluzinationen hervorraf. Dabei soll es zu Verwandlungen in Tiere oder aber bereits verstorbene Menschen gekommen sein, was man aus den Bildern deuten kann. So sind die Felsmalereien die letzten Zeugen von Realität, Götterglaube und Trancezustand der San.

Wie leben und arbeiten die San in Südafrika heute?

Die San sind in der früheren Umgangssprache auch als Buschmänner bezeichnet worden. Dies findet seine Wurzeln bei den Holländern wieder. Damals bezeichneten sie die Nomaden als Banditen.

Die San-Menschen selbst sind gelbhäutig, besitzen schräge und enge Augen, sowie starke Wangenknochen und sind ca. 1,50 m groß. Heute werden die San in Südafrika, aufgrund ihrer sprachlichen sowie ethischen Wurzeln, zur Gruppe der Khoisan gezählt. Sie wurden als 'Hottentotten' von den Okkupanten bezeichnet, weil sie beim Sprechen 'Klick' ähnliche Laute von sich geben.

Die San waren Landesherren des südafrikanischen Küstengebietes (von der Küste Namibias bis Port Elizabeth), bis die Holländer das Land erreichten. Da die San von Natur aus sehr zurückhaltend sind, zogen sie sich bis in das Wüstengebiet der Kalahari zurück. Noch heute leben in Namibia deshalb einige der Familien der San-Stämme. Dort sammeln Frauen Knollen und Männer jagen mit Pfeil und Bogen. Sie haben kleine Haustiere und leben in Hütten aus Grasdächern.

Die heutige Zivilisation und Entwicklung schränkt die San-Kultur immer mehr ein. Die Menschen selbst sehen dies allerdings als weniger dramatisch.

Auch auf der Garden Route von Südafrika und auf dem Weg nach Namibia sind immer wieder Einheimische, mit traditioneller Körperbemalung zu erspähen.

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